Ich schlage vor, die oftmals nützlichen Vierbeiner darauf zu trainieren, die Religion ihrer “Opfer” zu erkennen, bevor sie es wagen, Anhänger der verschiedensten Aber- und Nichtglaubensgruppen aus tierisch-unparteiischer Perspektive gleich zu mißbehandeln.
“Police sniffer dogs trained to spot terrorists at railway stations may no longer come into contact with Muslim passengers – after complaints that it is against the suspects’ religion.
A report for the Transport Department has raised the prospect that the animals should only touch passengers’ luggage because it is considered ‘more acceptable’.”
Daß es rund um das Oil for Food-Programm der wunderbaren Vereinten Nationen die eine oder andere ‘Unregelmäßigkeit’ gab, ist beinahe schon ein alter Hut und vergessen.
Nun reichte jedoch die irakische Regierung in New York Klage gegen die Unternehmen ein, die sich auf Kosten der irakischen Bevölkerung bereicherten. Unter ihnen, wie sollte es anders sein, natürlich auch allseits bekannte Marken aus Deutschland, was das Verhalten der Schröder/Fischer-Regierung, die der Ba’th-Diktatur kein Ende bereiten wollte, mußte doch der Standort Deutschland gesichert werden, verständlich scheinen läßt.
Typisch freilich auch das Verhalten eben jener prominenten deutschen Unternehmen, die in der Tat über die Leichen ungezählter Iraker gingen, wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Mittwochausgabe berichtet, deren investigative Redaktion der Skandal jetzt erreichte:
“Während des UN-Programms durfte der Irak zwischen 1996 und 2003 Öl im Wert von insgesamt 64 Milliarden Dollar verkaufen - trotz internationaler Sanktionen wegen des Überfalls auf Kuwait. Dafür konnte das Land humanitäre Güter wie Lebensmittel oder Medikamente für die eigene Bevölkerung einführen. Doch vieles kam beim Volk erst gar nicht an. Hohe Geldbeträge versickerten in den Kassen des Saddam-Regimes.
Die betroffenen Konzerne Daimler und Siemens lehnten einen Kommentar zu den Vorwürfen ab. Beide Firmen bestätigten den Zugang der Klage nicht. Die Melsunger Medizintechnik-Firma B. Braun wies die Vorwürfe dagegen zurück. Das Unternehmen teilte mit, weder B. Braun noch deren Tochtergesellschaften hätten Zahlungen an das frühere irakische Regime oder deren Mittelsmänner geleistet.”
Ein paar Regierungen anderer Staaten mit freilich ebenso skrupellosen Unternehmen fanden sich immerhin 2003 bereit, die irakische Bevölkerung vom Ba’thismus zu erlösen.
Die Idee eines virtuellen Staates als mehr oder weniger dauerhaftes Kunstprojekt ist spätestens seit der NSK-Gründung 1992 alles andere als neu, schon gar nicht mehr originell. Aber als Abschlußarbeit eines “Kreativen”, der sie in Deutschland, nun, vorlegt, taugt sie bestimmt; und dafür, eines Krauts ganz eigene Wahrheit vorzuführen auch:
“Das was wir Deutsche derzeit machen, auf Kosten der Palästinier durch Finanzierung eines neuen Genozides unsere vermeintliche Schuld abzubauen, ist der ganz verkehrte Weg.”
(Heinz W., 20.06.2008, 19:42 Uhr, ebd.)
Die vom “Genozid” Bedrohten verteiben sich die Zeit, die ihnen vorm wohl unausweichlichen Hungertod bleibt, derweil nicht anders als sonst auch:
“Ungeachtet der Feuerpause mit Israel will die Hamas weiter Waffen in den Gazastreifen schmuggeln. ‘Wir sind in dieser Hinsicht keine Verpflichtung eingegangen’, sagte am Freitag Ismail Hanija, der die Regierung in dem Küstengebiet anführt.”
Es hat die taz ausgemacht, was wahrlich gefährlich ist in diesen Tagen: “Die Friedensofferten in Nahost richten sich gegen den Iran”. Und deshalb ist es wirklich schlimm, “dass die USA und Israel im Verbund mit Ägypten und Saudi-Arabien die Absicht verfolgen, die Brandherde an Israels Grenze einzudämmen oder gar auszutreten.” Ganz übel das. Finde ich auch.
Ihr Präsident erklärte heute den Deutschen nicht, weshalb der in Irland gescheiterte Lissabon-Vertrag gut für sie sei - die Gelegenheit war ja schließlich günstig -, noch nichtmal, weshalb sie denn überhaupt eine EU brauchen. Sie können es offenbar doch ganz allein: “Und dabei sind als Weltverbesserer gerade auch wir Deutsche gefragt und können gute Geschäfte machen”. Früher warf man den Krauts vor, sie täten stur Dinge schlicht um ihrer selbst willen. Heute muß es sich - wohl nicht nur finanziell - lohnen. Weltverbesserung als Exportschlager. Nur: Wer zahlt die Rechnung?
Ein zur Auslieferung nach Kroatien nach österreichischen Angaben viel zu “kranker” kroatischer Nazi, verantwortlich für hundertfachen Mord, genießt offenbar nicht nur den Schutz österreichischer Behörden, sondern auch putzmunter die Spiele der Fußball-EM:
“Milivoj Asner, number four on the list of most wanted Nazi war criminals, was filmed by Britain’s The Sun newspaper walking with his wife and mingling with Euro 2008 soccer fans in Austria, despite being deemed too sick to be extradited to his homeland Croatia for war crimes.
Asner, who allegedly deported hundreds of Jews, gypsies and Serbs to World War II death camps, lives under an assumed name in Klagenfurt, which is where Croatia has been based for its Euro 2008 first round group games.
He is the subject of an international arrest warrant and on Interpol’s Most Wanted list, but was spared extradition after Austrian officials ruled that he was too ill to face charges in Croatia of genocide, crimes against humanity and war crimes.”
“The Muslim group Hamas has claimed belated responsibility for a string of terror attacks in Israel carried out several years ago.
A Hamas web site lists nine attacks that killed 26 Israelis from 2002 until 2005. [..] Hamas says it kept quiet about its role until now for security reasons.”
Es gehört zum Standardrepertoire des “israelkritischen” Bessermenschen, von einer “hermetischen” Blockade Gazas zu faseln, davon, daß eben jene erfundene “Abriegelung” eine “humanitäre Katastrophe” nach der nächsten und - natürlich - Haß produziere, eines der üblichen antisemitischen Ressentiments, das Juden oder eben ihren Staat stets dafür verantwortlich macht, daß es Antisemitismus überhaupt gibt.
Israel unternimmt tatsächlich indes alles, um die “Palästinenser” in Gaza mit dem zu versorgen, was sie brauchen, eine jener immer wieder heraufbeschworenen “humanitären Katastrophen” zu verhindern. Dazu gehört die Versorgung mit Öl und Gas über den Checkpoint Nahal Oz. Die “Palästinenser” freilich haben daran offensichtlich jedoch nicht das geringste Interesse:
“A rocket fired into the Nahal Oz fuel terminal on Wednesday prompted the IDF to cease transferring industrial fuel, cooking gas and diesel to the territory.
The rocket hit the Gaza side of the crossing, wounding a Palestinian worker there, Palestinian doctors said. [..]
In late May a potentially disastrous terror attack at the Erez Crossing into Gaza was averted when a Palestinian suicide bomber driving a truck loaded with four tons of explosives tried ramming his way into Israel, killing himself but causing no other casualties.”
Es gibt, man mag es kaum mehr glauben, Gutmenschen, die einfach nicht wahrhaben wollen, was der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad sagt, geht es um die Beschreibung seiner Vorstellung einer besseren Welt. Er wurde, behaupten sie, sprach er es denn einmal mehr aus, falsch übersetzt. Sie schreiben dann, weil sie sich womöglich noch akademisch und also gebildet vorkommen wie jener Professor em. Dr. Nikolaus K. A. Läufer, Leserbriefe etwa an die FAZ:
“Ich meine dagegen, dass man sich fragen sollte, wie Lerch das Unmögliche schafft, sich in den Phantasien des iranischen Präsidenten auszukennen? Lerch kann sich nämlich nicht auf das berufen, was der iranische Präsident geäußert hat. Denn es ist längst bekannt, dass die Vernichtungsgeschichte durch einen Übersetzungsfehler zustande gekommen ist.”
Nun, schwer anzunehmen freilich, daß ausgerechnet IRNA in der Übersetzung irren sollte - heute beispielsweise:
“As to the Israeli atrocity in the occupied lands, Ahmadinejad said the criminal regime which has been plundering the wealth of the oppressed Palestinian nation and has been murdering innocent people in the past 60 years, ‘has reached its end and will disappear from the scene’.”