Die “demokratisch gewählte” “Regierung” Gazas bei der Arbeit:
“Ezzedeen Al Qassam Brigades fullfill its series of promises by carrying out a new heroic operation against hatefull Zionist settlers in West Bank. On Wednesday, 1st of September ,Al Qassam members in the West Bank opened fire on a car driving near the illegal settlement of Kochav Hashachar and east of the West Bank city of Ramallah, at 11p.m.”
Es gibt Karikaturen, die als Kommentare zur Zeit einfach nicht alt werden …
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat am Tag danach nur einen Wunsch:
“The Secretary-General calls upon both sides to show leadership, courage, and responsibility to realize the aspirations of both peoples.”
EU-“Außenministerin” Catherine Ashton beweist, daß die Geschmacklosigkeit, den Unterschied zwischen Täter(n) und Opfer(n) zu verwischen, immer steigerbar ist:
“It is imperative that both parties keep calm and exercise restraint even through difficult times to make progress towards a just, lasting and comprehensive peace in the region. [..]
This attack underlines the urgency of a two-state solution with the State of Israel and an independent, democratic, contiguous and viable State of Palestine, living side by side in peace and security with each other and their neighbours.”
Das Vorprogramm zum Massaker gestaltete Abu Mazen, “Palästinenserpräsident” mit abgelaufenem Mandat:und Teil einer jener “Parteien”, die nun “Führungsstärke” zeigen oder “Ruhe bewahren” sollen.
“Shortly before the deadly attack near Kiryat Arba on Tuesday night, Palestinian Authority President Mahmoud Abbas, who was on his way to Washington, sent a message to the settlers to the effect that they should leave.
Speaking to the editor of the Bethlehem-based Maan news agency aboard his plane, Abbas said in his message: ‘You are living on land that doesn’t belong to you and this is impossible.’”
Die israelische Regierung, vertreten durch ihren Chef Benjamin Netanjahu, hatte zuvor deutlich gemacht, was sie sich von den “Friedensgesprächen” erhofft:
“[R]eferring to the 1979 peace agreement with Egypt brokered by Likud prime minister Menachem Begin, he said, ‘I know that there are two sides. I want to give this time and resources. I hope to find a courageous partner as Begin found in [Egyptian president Anwar] Sadat.’”
Da also ein “Palästinenserpräsident”, der wenigstens indirekt zum Lynchmord an Juden aufruft, damit freilich nur den Anschluß sucht an eine Mehrheit der “Palästinenser”, die gegen einen Frieden mit Israel ist und diese Einladung zum Massaker daher gar nicht braucht; dort ein Premierminister, demokratisch legitimiert und der Sicherheit aller Bürger Israels verpflichtet.
Und vor dem Hintergrund eines Mordanschlags explizit auf Juden zwei betont äquidistante “Diplomaten”, von denen eine auch noch die Frechheit besitzt, zu behaupten, das Massaker an vier Menschen betone erst recht die Notwendigkeit eines “palästinensischen” Staats. Zuspruch wie Empathie haben, scheint’s, nicht die Attackierten, sondern die Mörder verdient.
Und als Geschenk soll es obendrauf einen Staat geben mit ihnen als (Einheits-)Regierung.
“Es müssen”, verlangt eine, die es nun auch im August nicht nach Gaza schaffte, “Gespräche mit der Hamas, mit der gewählten Regierung geführt werden”. Diese “gewählte Regierung”, dieser “Partner für Frieden”, hat eine Botschaft an ihre Fans:
“The military wing of the Islamist Hamas movement, Izeldein al-Qassam Brigades, on Tuesday claimed responsibility for the attack in the West Bank in which four Israelis were killed.
In a cellphone text message sent to reporters, the group claimed responsibility for what it called a ‘the heroic attack’ near Hebron in the southern West Bank.
The group said earlier that the attack was ‘a natural response to the crimes of the Israeli occupation and its settlers … It is a reiteration that the armed Palestinian resistance is present despite the war to uproot it.’”

Rabbi Ovadia Jossef, das spirituelle Oberhaupt der Shas-Partei – 2009 erhielt sie rund 8.5 Prozent der Stimmen -, ist bekannt für manch gestrenges Urteil. Das weltlich ausgerichtete Schulsystem Israels beispielsweise sei, so der 1920 in Bagdad Geborene, von “Narren, die sich wie Tiere benehmen” erdacht worden.
Nun hat Rabbi Ovadia Josef mit der ihm eigenen Offenheit Feinden Israels eine göttliche Strafe gewünscht.
Und während etwa SPIEGEL online es nicht meldenswert findet, trauert der “Palästinenserpräsident” Abu Mazen öffentlich um einen verstorbenen Drahtzieher eines terroristischen Mordanschlags auf israelische Sportler – was nicht folgenlos bleibt -, hat das Portal in Ovadia Jossef nun einen Weisen von Zion“mächtigen Rabbi” entdeckt.
Ein Gastkommentar von G.L.
“Mächtiger Rebbe” bei SPON gesichtet
Spiegel online – immer für eine anti-semitische “israelkritische” Überraschung gut – hat den Menschenzoo des deutschen moralischen Herrenmenschentums gemeinen Bildungsbürgers und Meinungsmachers um eine ganz besondere Attraktion bereichert: den “mächtigen Rabbi”.
Von dem weiß eine echt spiegelmäßige Überschrift, er habe “allen Palästinensern die ‘Pest’ (ge)wünscht“.
Wahrscheinlich hat man weder Kosten noch Mühen gescheut, um an diese Sensation zu kommen, und Ulrike Putz kann sich endlich was Warmes zum Anziehen kaufen, denn die Winter in Jerusalem sind ja bekanntlich recht kühl.
Aber es gibt auch einen Wermutstropfen. Mit ihrer ungemein typischen Überschrift hat die SPON-Journaille erneut die Chance vertan, echt anti-semitische pardon: echt deutsche Chuzpah zu zeigen.
Hätten sie bei SPON statt vom “mächtigen Rabbi” von einem mächtigen Hexenmeister geschrieben, wäre mit dieser Formulierung die Vorstellung, die man sich im Haus an der Brandstwiete von den Juden im allgemeinen und vom Rabbiner im besonderen macht, bestimmt viel genauer getroffen gewesen.
Übrigens halte ich es für ein Gerücht, dass Greta Berlin und unsere liebe Edith schon mal ihre Aliberts nach abgelaufenen Ohrentropfen und sonstigen unnützen Kinkerlitzchen durchwühlen – falls von ihren geliebten Mördern und Terroristen Verzweifelungstätern der eine oder die andere tatsächlich krank zu werden droht.
Gemeint ist mit dieser SPON-Überschrift, die danach schreit, noch mehr Tarrantino- oder Disney-Filme – oder besser gleich palästinensisches Kinderfernsehen – zu gucken, bis der Unterschied zwischen Dichtung und Wahrheit obsolet zu werden beginnt, weil sich die Großhirnrinde auflöst, äh… gemeint ist: Rev Ovadia Yosef, der geistige Vordenker der Shas-Partei.
Über dessen “Mächtigkeit” gibt das Ergebnis der letzten Knesset-Wahl sehr genau Auskunft: 8,5%. Aber was die deutsche Journaille sich niemals vorwerfen lässt, ist ein funktionierender Bezug zur Wirklichkeit.
Mithin hat der “mächtige Rabbi” deutlich weniger Macht als die “Grünen” oder die “Links”-Partei im Deutschen Bundestag, zu dem man trotz der Einstimmigkeit seiner Beschlüsse, wenn es um “die Juden” Israel geht, doch noch nicht wieder Krull-Oper sagen darf.
Aber keine Sorge, liebe Märchenonkel und -tanten von SPON et al.: Angesichts der gegenwärtigen Entwicklung kann’s nicht mehr lange dauern, und Sie können endlich wieder auch ganz ernsthaft von der zionistischen Weltverschwörung schreiben. Die alten Manuskripte von Horst Mahnke und Augsteins anderen dicken Freunden liegen bestimmt sicher im Nationalarchiv verwahrt.
Die Welt wollte etwas wissen und hat nachgefragt bei der dpa, die wohl etwas weiß:
“Die gemäßigte Fatah-Organisation des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas hat sich für neue Friedensverhandlungen mit Israel entschieden.”
Die Fatah ist eine antisemitische Terroristenbande, die antisemitische Kindermörder als Helden feiert. Das Mandat des “Palästinenserpräsidenten” ist im Januar abgelaufen. Neuwahlen hat seine PA auf unbestimmte Zeit “verschoben”.
“Fatah ist die größte Fraktion innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO, die insgesamt für direkte Gespräche stimmte.”
Die PLO ist keine “Befreiungsorganisation”, sondern eine Terroristenorganisation. Ihr demokratisch durch niemanden legitimierter Exekutivrat hat in der Tat beschlossen, sich direkten “Friedensgesprächen” nicht zu widersetzen.
“Die im Gazastreifen herrschende Hamas lehnt Friedensgespräche mit Israel hingegen ab. Die rivalisierenden Organisationen sind sich inzwischen einig, dass ein palästinensischer Staat in den Grenzen von 1967 – also vor dem israelischen Sechstagekrieg – geschaffen werden soll.”
Weder Fatah noch Hamas haben ihr erklärtes Ziel aufgegeben, ganz “Palästina” zu “befreien” und es judenrein zu machen.
“Sie streiten jedoch weiter über den richtigen Weg dorthin”
Daß die Banden in ihrem Herrschaftsbereich die Anhänger der jeweils anderen Bande “verhaften”, foltern und ermorden, könnte man einen “Streit” nennen. Völkermord ist, so gesehen, auch nur eine Art von Streit.
“Nach der Anerkennung Israels im Jahre 1988 änderte Fatah jedoch seine Charta und strebt seitdem die Schaffung eines unabhängigen Staates in den Grenzen von 1967 mit friedlichen Mitteln an.”
Da lacht der tote Friedensnobelpreisterrorist Arafat. Am 26. April 1996 beauftragte der 21. Palästinensische Nationalrat “den Rechtsausschuss, die Neufassung der Nationalcharta vorzubereiten und diesen Entwurf dem Zentralrat in seiner ersten Sitzung vorzulegen”. Darauf wird noch heute gewartet.
Mithin gilt die Nationalcharta vom 17. Juli 1968 unverändert weiter.
“Palästina ist innerhalb der Grenzen, die es zur Zeit des britischen Mandats hatte, eine unteilbare territoriale Einheit. [..]
Der bewaffnete Kampf ist der einzige Weg zur Befreiung Palästinas. Es handelt sich daher um eine strategische und nicht um eine taktische Phase.”

“Die Organisation fordert den von Israel besetzten arabischen Ostteil Jerusalems als künftige Hauptstadt. Sie will Israel nicht als jüdischen Staat anerkennen, weil das Land auch eine arabische Minderheit hat.”
Die Fatah will Israel nicht anerkennen, weil “Palästina [..] innerhalb der Grenzen, die es zur Zeit des britischen Mandats hatte, eine unteilbare territoriale Einheit” darstellt.
“Die 1987 gegründete radikal-islamische Bewegung [Hamas] hat früher zur Zerstörung Israels und zur Schaffung eines islamischen Staates auf dem Gebiet des historischen Palästina aufgerufen.”
Die Hamas ruft heute wie früher zur gewaltsamen Schaffung eines “islamischen Staates auf dem Gebiet des historischen Palästina” auf.
“A senior Hamas leader in Gaza declared that it was signed and sealed within his party that Israel would be wiped off the map and replaced by a Palestinian State [..]. He added that rockets and missiles were the means of removing Israel from the picture.”
“Inzwischen hat sie die Bereitschaft zur Einrichtung eines palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 und zu einer langfristigen Waffenruhe mit Israel bekundet.”
Die “palästinensische” Maan News Agency meldete im Januar:
“Palestinian Legislative Council speaker Aziz Dweik on Thursday denied reports by Israeli news outlets that he said on Wednesday Israel has a right to exist.
‘The media reports in question were inaccurate,’ he said in a statement, adding that since his release from an Israeli prison last year, Israeli news outlets have repeatedly misrepresented his views.”
“Quelle: dpa”
Das stimmt. Vermutlich.
Wenn in der nächsten Woche möglicherweise “Friedensgespräche” zwischen der israelischen Regierung und einer PA ohne Mandat in Washington beginnen, wird die Europäische Union durch die Abwesenheit ihres Personals zeigen, was sie von ihnen hält:
“The European Union said it will not participate in the US-backed peace talks between Israel and the Palestinian Authority due to start on Thursday in Washington.
A spokesman for the bloc’s foreign policy chief Catherine Ashton said she will be in Beijing meeting with Chinese leaders at that time.”
Zeitgleich mit dieser Prioritätensetzung klagt der französische Außenminister Bernard Kouchner darüber, daß die Europäische Union bei den “Friedensgesprächen” nicht die Rolle spielt, die ihr als Sponsor der “Palästinenser” doch zustünde:
“France wants the European Union to have a seat at the table during next week’s start of US-backed peace talks between Israel and the Palestinian Authority in Washington.
French Foreign Minister Bernard Kouchner said it would be ‘too bad’ if the EU were locked out – noting the bloc’s political involvement in the region and its role as a top contributor of financial aid to the Palestinians.”
Kennt Bernard Kouchner wohl Lady Ashtons Handynummer?
Oder kennt er die seines Kollegen Herve Moran?
“French Defense Minister Herve Moran sent a letter to his Lebanese counterpart Elias Murr offering to sell Lebanon 100 HOT anti-tank missiles to be armed on the Gazelle helicopters already in use by Lebanese Armed Forces. [..]
France’ sale of weapons to the LAF comes at a time when Washington has grown increasingly skittish over the issue of funding and arming the Lebanese military over concerns that the LAF may become engaged in a fight with Israel, an American ally, or be co-opted by the terrorist group Hizbullah.”
Da können bekennende Nazis nur neidisch werden: Antisemiten, die sich als “Menschenrechtsaktivisten” sehen und meist auch noch “Antifaschisten” sein wollen, haben ein Klima geschaffen, in dem Musiker es kaum mehr wagen, in der einzigen funktionierenden Demokratie des Nahen Ostens aufzutreten.
Es gibt “Kulturschaffende”, die reagieren darauf, indem sie sich mit der Hamas solidarisieren und deren Sympathisanten; andere gehen nicht ganz so weit, sondern sagen lange geplante Auftritte nur ab und beugen so sich dem organisierten antisemitischen Mob. Und wer in Israel auftritt, der tut dies nicht mehr ohne ein erklärendes Statement.
“Having long maintained the position that culture and the arts should be free of political and religious censorship and a distance kept between them, I took a decision in February of 2009 that any future concerts in Israel by me or Jethro Tull would result in charitable donations to bodies representing the development of peaceful co-existence between Muslims, Jews and Christians, and the fostering of better Palestinian/Israeli relations.”
Und so erfreulich denn die Konzerte dieser Aufrechten in Israel auch sein mögen, ihre Erklärungen sind doch immer wieder ein Beleg dafür, daß Antisemitismus alles andere ist als ein Phänomen, das einzig politische und/oder sonstige Extremisten kennzeichnet. Antisemitismus ist Mainstream.
Das ist, gerade weil dieser Antisemitismus wahrlich doch eine Beleidigung für alle Vernunftbegabten ist, bedauerlich. Auf Ian Andersons zitierte Worte dachten “Menschenrechtsaktivisten” sich diese vor allem die Verfasser selbst entlarvende Erklärung aus:
“Jethro Tull’s statement makes them worse than Elton John. They went further and actively appease war criminals and endorse war crimes. [..] The next Israeli attack on Gaza is in the name of Jethro Tull.”
Ein Musiker will seine Einnahmen ausdrücklich und nachprüfbar Organisationen und Einrichtungen zur Verfügung stellen, die sich die Förderung einer friedlichen Gesellschaft zur Aufgabe gemacht haben. “Menschenrechtsaktivisten”, für die Frieden offenkundig ein Fremdwort ist und daher gewiß auch nicht gewollt, sehen darin tatsächlich eine Kriegserklärung.
Und niemand lacht dieses Pack aus oder ignoriert es. Es finden statt dessen sich immer weitere Unterstützer. Greta Berlin, eine unrettbare “Menschenrechts”-Jihadistin, diagnostizierte in einem Rundbrief am 29. Mai an ihre Anhänger, sie sei von einem “Gaza-Fieber” befallen: “[W]e all have Gaza fever”.
Die Entwicklung einer Therapie gegen dieses “Fieber” ist überfällig, denn es und von ihm Befallene sind gefährlich.
(H/t: Harry’s Place)
Catherine Ashton, der “Außenministerin” der Europäischen Union, sind, scheint’s, gewisse Äußerungen, die sie als ihre verbreiten ließ, peinlich. Deshalb sollen sie nun gar nicht mehr von ihr selbst kommen, sondern von einem (ungenannten) Sprecher der EU-”Außenministerin” stammen.
“In the world of diplomacy, this tiny difference is not without significance.
As one diplomatic official explained, there are three types of statements that come out of Ashton’s office.
The first and strongest statement is issued by the High Representative in the name of the EU, and is a statement she makes after consultation with the EU’s foreign ministers.
The level under that is a statement issued in her name, which is a category of statements that she can make on her own. And the lowest level is a statement issued by the ‘Spokesperson of the High Representative.’”
Wir sehen keinen Grund Lady Ashton nicht Sympathisantin antisemitischen Terrors zu nennen.
Gastbeitrag von Clemens Heni
Wer in Jerusalem Taxi fährt wird von arabischen Fahrern fast immer auf Hitler, Mercedes, BMW oder Siemens angesprochen, mit Stolz und Anerkennung. Deutschland genießt einen hervorragenden Ruf im Nahen Osten. Im Libanon schmückten einige während der WM ihre Straßen mit schwarzrotgoldenen Fahnen, verziert mit Hakenkreuzfahnen etc. Das zum einen.
Zum anderen: Wie ‚gebildet‘ ist dieses Deutschland bzw. seine Bevölkerung?
Nehmen wir einmal Kerstin Müller von der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Sie wurde 1963 geboren, Köln ist ihre „Heimatstadt“, sie ist von „ganzem Herzen Kölnerin“, vor „allem wegen des Karnevals!“ Den antisemitischen, den Holocaust einfach derealisierenden, hemdsärmeligen Foxtrott „Trizonesien“ der Kölner Ikone Karl Berbuer aus dem Jahr 1949 kennt sie vielleicht nicht, aber auch dieses Lied ist Deutschland. Eine Art Gründungsmythos der Bundesrepublik ist dieses Lied.
Kerstin Müller ist nicht ‚bildungsfern‘, sie hat laut Wikipedia Abitur und auch ein Studium der Rechtswissenschaften mit beiden Staatsexamen abgeschlossen.
Nach einem kurzen Gastspiel bei den Trotzkisten kam sie Mitte der 1980er Jahre zu den Grünen (ein Zeichen von Bildung?), seit 1994 sitzt sie im Bundestag.
Als am 31. Mai 2010 frühmorgens, nachdem die IDF mehrfach gewarnt und zur Umkehr aufgefordert hatte, schließlich aber die Schiffe der Gaza-Flotille enterte, Jihadisten, Terroristen, deutsche Linke, rechtsextremistische Türken im Umfeld der Grauen Wölfe sowie weitere Antisemiten/Antizionisten und Israelhasser jüdische Soldaten der IDF mit Messern bedrohten, sie verletzten, demütigten und in Todesgefahr brachten, war die Reaktion der Deutschen fast einhellig: böse Juden, braves Schifflein Mavi Marmara, arme „Friedensaktivisten“.
In Deutschland schrieben umgehend zumeist Deutsch-Türken die wohl zahlreichsten und brutalsten antisemitischen Statements und Hetzeinträge, die es in dieser Form zumindest in den letzten Jahren in der Bundesrepublik gab, online in Facebook. Vermutlich waren es sogar die offensivsten antisemitischen, den Holocaust lobenden Hetzereien, welche dieses Land je erleben musste seit 1945. Die Autoren auf Facebook agierten oft mit echtem Bild, richtigem Namen, ganz selbstverständlich posteten sie unter ihrem Namen Judenhass, wie er unfassbarer nicht sein kann. Nicht-muslimische Nazis, die sich so etwas kaum trauen, waren neidisch.
Kein Aufschrei in Deutschland. „Hitler mach dir kein Kopf, wir übernehmen den Rest der Juden“ stand da von Deutsch-Türken geschrieben, und vieles weitere Ekelerregende mehr.
Sodann bereitete Kerstin Müller mit ihrem Kollegen und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dr. Frithjof Schmidt die Gaza-Resolution des Deutschen Bundestages vor. Diese Resolution vom 1. Juli 2010 stellt sich gegen Israel und wurde einstimmig angenommen. Sie fordert die Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens, der von der islamistischen Hamas besetzt gehalten wird. Die Hamas möchte Israel zerstören, wie es der Gründer der Muslimbrüder, Hassan al-Banna Ende der 1940er Jahre forderte – seine Aufforderung ist der Charta der Hamas vorangestellt.
Die gebildeten deutschen Politiker haben also eine Resolution verabschiedet, die eine antifaschistische Militäraktion von Juden angreift und verurteilt.
Ist es das was Sarrazin an Deutschland mag? Wird klar worum es eigentlich gehen sollte? Wer Antisemitismus, Israelhass und auch Antiamerikanismus sowie eine Philosophie des Kulturrelativismus, die sich vom Subjekt so lachend-selbstmörderisch verabschiedet, nicht analysiert und als derzeitigen dernier cri der ‚gebildeten‘ Welt begreift, kapiert gar nicht, in welcher Welt wir leben, gerade seit dem 11. September.
Um nicht mißverstanden zu werden: ich möchte auch niemals aufgrund des Gebrülle eines Muezzin in Europa aufwachen. Schlimm genug, dass es das in islamischen Ländern gibt. Religion ist ein Grundübel weltweit und für Erwachsene eigentlich zu lächerlich um wahr zu sein. Auch Kirchenglocken sind schrecklich, das Verbindende von Islam und Christentum ist dieses nach-außen-dringen-und-imperialistisch-missionarisch-tätig-sein. Das Proselytentum ist eine Gefahr für die politische Kultur allerorten, in Nigeria wie in Köln-Mühlheim, wenngleich mit ganz anderen alltäglichen Auswirkungen.
Doch philosophisch ist das lärmende Werben um Schäflein von diesen beiden größten monotheistischen Religionen gleichermaßen Nerv tötend, frech und hoffentlich bald Geschichte.
Sicher gibt es riesige Unterschiede von Christentum und Islam heute. Letzterer stellt die derzeit größte Gefahr für den Weltfrieden dar, wie sich spätestens am 11. September und seither gezeigt hat. Das Ende der Sowjetunion war weltpolitisch und sicherheitspolitisch betrachtet eine Katastrophe. Die binäre Weltordnung von zwei großen Blöcken war harmlos verglichen mit den asymmetrischen Kriegen seither. Die Sowjetunion und ihre Satelliten handelten primär machtpolitisch und rational. Al Qaida, die Taliban, der Iran, der politische Islam und vor allem die Jihadisten handeln irrational. Sie lieben den Tod und schauen verächtlich auf den Westen, der das Leben liebt.
Wenn Sarrazin davor warnen möchte, ist das wichtig und richtig. Doch es geht ihm um mehr oder was anderes, primär, wie es scheint. Wenn er wehleidig und populistisch die ‚Abschaffung Deutschlands‘ am Horizont sieht – WAS ist am heutigen Deutschland so prickelnd?
Was bringen Bildung, Abitur und Studium, Kolloquien, Pünktlichkeit, Strebsamkeit, Eloquenz und Schlagfertigkeit, FraktionsArbeit und Diskussion im heutigen Deutschland?
Der anti-israelische, einstimmig verabschiedete Bundestagsbeschluss vom 1. Juli 2010 unter Federführung von Kerstin Müller, die „Volksgemeinschaft gegen Israel“, wie es LizasWelt nennt, sollte nachdenklich stimmen.
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