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Sex and Drugs and … Auschwitz

Iris Hefets hat “Israel vor acht Jahren aus politischen Gründen verlassen und lebt heute in Berlin”. Damit war der erste Schritt zum Bundesverdienstkreuz getan. Den zweiten tut sie in der taz, die in einem Land erscheint, das ihr einerseits attraktiver scheint als Israel, andererseits aber doch schwer unter eben diesem Israel zu leiden hat:

“Mit dem hebräischen Wort ‘Schoah’ wird in Deutschland auch die israelische Interpretation des Ereignisses übernommen.”

Was ihr an Israel mißfällt, am unterjochten Deutschland hingegen nicht, beschreibt sie so:

“Das Evangelium von Auschwitz hat inzwischen sogar schon den Weltraum erreicht: Als der erste israelische Astronaut Ilan Ramon 2003 mit dem Raumschiff ‘Columbia’ ins All flog, hatte er auch die Bleistiftzeichnung eines kleinen Jungen dabei, der in Auschwitz ermordet wurde.”

Der Sohn einer Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz, der als erster Astronaut des Landes ins All fliegen will, in dem Juden eine sichere Heimat finden, nimmt ein Andenken an diese Todesfabrik mit auf seine (freilich auch letzte) Reise – für Iris Hefets, ist dies Teil eines “Schoah-Kults”, in dem “die Israelis die ewigen Opfer” sind und “die Deutschen [..] die ewigen Täter”.

Darauf muß frau erstmal kommen.

Kann Ilan Ramon persönliche Gründe gehabt haben, eine Erinnerung an Auschwitz mit ins All zu nehmen? Natürlich. Seine Mutter hat den industriellen Massenmord überlebt. Und gibt es für den ersten israelischen Weltraumflieger einen Grund, an Auschwitz zu erinnern? Selbstverständlich. Ein Flug ins All, die Sprengung irdischer Fesseln, symbolisiert doch gerade auch die Überwindung von Auschwitz.

Doch für die “Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden” – warum muß es explizit eine jüdische sein? -, ist Auschwitz wohl ohnehin nur ein Ort irgendwo in Polen, was mit diesem Namen tatsächlich verbunden ist, nicht erwähnenswert, weil unbedeutend und am Ende vielleicht gar nur eine Erfindung, “eine Art Religion mit festen Ritualen” und daher völlig unbegründet.

“Schülerreisen nach Auschwitz [..] sind heute ein fester Bestandteil jeder israelischen Postpubertätsbiografie geworden. Bevor ein junger Israeli zur Armee geht, muss er mindestens einmal Suff, Sex und eine Auschwitzreise erlebt haben.”

Drugs and Sex and Auschwitztrip. Dann Armee. Und dann Goa. Wäre es so einfach, dann müßte Iris Hefets doch zufrieden sein, statt ausgerechnet darüber zu klagen, daß “in Deutschland auch die israelische Interpretation des Ereignisses übernommen” werde. Auschwitz als Nichtigkeit zwischen erstem Sex und Goa-Trance, das wünscht sie sich, und so schildert sie es. Wo ist also ihr Problem?

Verließ Iris Hefets Israel vielleicht nicht aus “politischen Gründen”, sondern weil sie schlicht zu blöd ist für ein Leben in der Start-up Nation? Als “jüdische Stimme” unter gewiß sehr vielen anderen jüdischen und noch ein paar weiteren Stimmen hätte sie, das scheint sicher, wohl kaum Karriere machen können. In Deutschland dagegen lockt das Bundesverdienstkreuz, wetten?

Ein (verfrühter) Aprilscherz und dessen Folgen

“Gemeinsam mit anderen”, versprach die US-Außenministerin Hillary Clinton am 31. März 2009, “werden wir daran arbeiten, das Menschenrechtssystem der Vereinten Nationen zu verbessern und die Vision der UN-Deklaration der Menschenrechte voranzubringen.” Am nächsten Tag wurden die Vereinigten Staaten Mitglied des “Menschenrechtsrats” der Vereinten Nationen.

Ein Jahr später hat der US-Einfluß die Attraktivität dieses UN-Forums so gesteigert, daß die Islamische Republik Iran um eine Mitgliedschaft sich bemüht:

“‘Iran is becoming one of the prominent democratic states in the (Middle East) region,’ Mohammad Javad Larijani, secretary-general of the Iranian High Council for Human Rights, told the U.N.’s Human Rights Council.

Another member of Tehran’s delegation to the Council’s first review of Iran’s record said last June’s disputed presidential election, which was followed by street clashes and arrests, was ‘an exemplary exhibition of democracy and freedom.’”

Kann es ein schöneres Kompliment geben für die bisherigen Bemühungen der Regierung Barack Hussein Obamas, den Menschenrechten zu mehr Geltung zu verhelfen, und einen aufmunternderen Ansporn als diesen, diese so erfolgreiche Arbeit im UN-”Menschenrechtsrat” fortzuführen?

“The US has decided to reengage with the UN’s Human Rights Council in order to pressure the body to fulfill its mandate, President Barak Obama’s special envoy on anti-Semitism told a London audience.”

Ramallah: Die Rassegesetze der PA

Während Antisem“israelkritische” Trottel in aller Welt Israeli Apartheid Weeks veranstalten, Boykotte israelischer Produkte, Kultur- und Bildungseinrichtungen organisieren und Geld sammeln für “palästinensische” Terroristen, deren erklärtes Ziel Judenmord ist, gibt es nicht wenige “Palästinenser”, die auf ihre Weise diese “Palästinasolidarität” als das blamieren, was sie ist: Antisemitismus.

Sie halten offenbar wenig von den Träumen des selbsterklärten “Palästinenserpräsidenten” und Kleptokraten Abu Mazen von einem judenreinen “Palästina” und – arbeiten für Juden, für “Siedler”, die doch eigentlich “Friedenshindernisse” sind und auch sonst ganz finstere Gestalten. Doch nun werden – wie schon etwas länger angekündigt – auch diese letzten verirrten bis zu 30.000 “Palästinenser” umlernen müssen:

“Economics Minister Hassan Abu Libda says he is drafting a law that will ban Palestinians from taking such jobs, which he expects to take effect this month. [..]

Palestinians working in settlements in the future would be breaking the law, Libda said, but would not discuss penalties.”

Durch dieses rassistische Arbeitsverbot verursachte Einkommensverluste, die Pallywood und die angeschlossenen Lautsprecher aller öffentlich-rechtlichen und privaten Anstalten gewiß als “Leiden unter der Besatzung” verkaufen werden, wird nicht zuletzt die Europäische Union gewiß gern ersetzen. Erst in der vergangenen Woche hatte sie den – natürlich gesetzestreuen“Palästinensern” mehr als 100 Millionen Euro zugesagt.

Wo Geld keine Rolle spielt

Die Deutsche Welle teilt mit:

“Die EU finanziert mit bis zu Milliarden Euro jährlich soziale Leistungen für Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen.”

Ist es eine Milliarde, sind es 35 oder gar 237 Milliarden Euro? Die Summe ist, das bringt der Satz sehr schön zum Ausdruck, völlig gleichgültig.

Für “Palästinenser”, und seien ihre gewählten “Repräsentanten” noch so korrupte Kleptokraten und/oder antisemitische Terroristen, hat die EU immer Geld.

Daß es praktisch nie da ankommt, wo es vielleicht ankommen soll, stört nicht. Dieses bodenlose Faß füllt die Europäische Union immer wieder gern.

Die kleinen Lügen der tagesschau

Die deutschen Staatsnachrichten schreiben Geschichte um:

“Die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern waren Ende 2008 abgebrochen worden, nachdem Israel eine Militäroffensive im Gazastreifen gestartet hatte.”

Und mehr war nicht. Es gab keine Kassam- und keine Mörser-Angriffe, keine Operation Oil Stain, von der die Hamas stolz meldete, innerhalb von 24 Stunden – beginnend am 24. Dezember 2008 – Israel mit 54 Mörser-Granaten, 31 Kassam- und zwei Grad-Raketen angegriffen zu haben.

Israel beerdigte den “Friedensprozeß” – mit wem eigentlich: der Hamas oder der Fatah? -, indem es grundlos einfach mal so “eine Militäroffensive im Gazastreifen” startete.

Weshalb hat die ARD in Israel doppelt soviele “Korrespondenten” wie in China? Weil andauerndes Fortschreiben von Lügen eben doch etwas aufwendiger ist als es Berichte über eine Realität sind, die sich schließlich ganz von selbst glaubwürdig weiterentwickelt.

Wolfgang Benz, der Leiter des staatlich finanzierten Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, hat, so scheint es, eine denkbar schlechte Meinung über akademische Kritik. Wer es wagt, die Thesen des Antisemitismus-Experten zu hinterfragen, muß offenbar damit rechnen, daß Wolfgang Benz sein Zentrum als Eigentum betrachtet und es einsetzt, um mit “mafia-ähnlichen Methoden” den Kritiker zu mobben.

“Germany’s publicly funded Berlin Center for Research on Antisemitism and its director Wolfgang Benz improperly used their influence to dismiss a scholar from the editorial board of the Journal for the Study of Antisemitism, according to leading professors in the field. [..]

The e-mail exchanges revealed that a Journal editorial member or members carried out the dirty work and threatened co-editors Baum and Neil E. Rosenberg with ‘mafia like tactics’ and ‘they told us not to publish any further Heni articles.’

Baum wrote that ‘at this juncture, the decision was made to take Clemens off the board and perhaps bring him on at a later point when we are less vulnerable. We are also aware that we could be wrong and lose everyone, since the next time we displease the power elite, we would be in the same boat. [..]‘”

Der Versuch, Clemens Heni mit solchen für die deutsche Antisemitismusforschung sicher überaus innovativen Methoden für mangelnde Unterwürfigkeitfehlenden Respekt – und nicht etwa fachliche Fehler – zu bestrafen, war freilich nicht so erfolgreich wie gewünscht. Nachdem weitere Mitglieder des Editorial Boards des Journal, darunter Daniel Pipes, sich mit Clemens Heni solidarisierten und so für die Freiheit der Wissenschaft sich einsetzten, konnte er in das Editorial Board zurückkehren.

Demaskiert als Intrigant hat sich Wolfgang Benz, der anscheinend nicht davor zurückschreckt, aus einer mit Steuergeldern gesicherten Position heraus, durchaus existenzbedrohenden Druck auf eine noch junge wissenschaftliche Publikation auszuüben, weil diese sich im besten Sinne als Diskurs-Plattform versteht. Wissenschaft lebt vom Diskurs, von These und Gegenthese. Am Zentrum für Antisemitismusforschung scheint das anders zu sein – spurt hier jemand nicht, wird der Chef ganz unwissenschaftlich

Was wurde eigentlich aus Marc Garlasco, dem Sammler cooler Erinnerungsstücke an die Helden der SS, der für die “NGO” Human Rights Watch (HRW) als “Experte” damit befaßt war, Israels schlimme “Menschenrechtsverletzungen” aufzuzeichnen?

Nachdem er im Spätsommer des vergangenen Jahres in den bezahlten Urlaub geschickt wurde, den HRW zu einer “Untersuchung” nutzen wollte, erschien Garlascos Name noch in dieser Woche auf der Website der “NGO” – und verschwand nach einer Anfrage der Jerusalem Post.

Nach Angaben der HRW-Sprecherin Emma Daly traf die “Menschenrechtsaktivisten” im Februar die Kündigung durch Marc Garlasco schwer. “Mit Bedauern” hätten sie das Schreiben akzeptiert. Und was wurde aus der angekündigten “Untersuchung”?

“We are not commenting on it any further.”

Vor wenigen Wochen attestierten wir “NGOs” wie Amnesty International und anderen “Menschenrechtsaktivisten” einen bemerkenswerten Unwillen zu Selbstkritik, durch die doch gerade sich auszeichnen sollte, wer als institutionalisiertes Gewissen und Mahner glaubwürdig auftreten will.

Mit acht Worten gelingt es Emma Daly, einen weiteren schönen Beleg für unsere These zu liefern.

Jürgens Jammer (aktualisiert)

Jürgen Todenhöfer, ein deutscher Bessermensch, der der irakischen Bevölkerung ihre Befreiung vom Baath-Faschismus wohl nie verzeihen können wird und sich deshalb seiner Kontakte zum “Widerstand” rühmt, beklagt nur folgerichtig, daß seine “Widerstands”-Kumpel und “alle ehemaligen Mitglieder von Saddam Husseins Baath-Partei” von den Wahlen, die im Irak stattfinden, ausgeschlossen wurden.

Wie üblich verrät Jürgen Todenhöfers Gejammer nicht nur, daß er ein Herz hat für totalitäre und massenmörderische Diktaturen, sondern auch ein, nun, gestörtes Verhältnis zur Realität. In der Tat sind ehemalige Mitglieder der “Partei” Saddam Husseins als solche von der Wahl ausgeschlossen. Genau deshalb traten sie, bevor sie zurückgewiesen wurden, aber auch als Kandidaten anderer Parteien an.

Und diese Parteien, die weiterhin an der Parlamentswahl sich beteiligen konnten, stellten andere Kandidaten auf, die eben nicht als Unterstützer des Baath-Regimes belastet sind. Die Ausgeschlossenen hatten zudem die Möglichkeit, vom Obersten Gerichtshof (Supreme Court) die Entscheidung der Wahlkommission prüfen zu lassen. Immerhin 28 von 177 überprüften Beschwerden waren erfolgreich.

Es ist also ganz sicher nicht so, daß die irakischen Bürger keine Auswahl haben, wie Jürgen Todenhöfer suggerieren will. Daß er beklagt, seine Lieblinge vom “Widerstand”, die die irakische Demokratie ohnehin am liebsten wegbomben würden, und die schlimmsten Baathisten, die sich ebenfalls nicht um die Demokratie verdient machten, würden nicht zur Wahl stehen (dürfen), ist schlicht bezeichnend.

Nachtrag: Muqtada al-Sadr, der sich vermutlich in der Islamischen Republik Iran aufhält, forderte als ein nicht ganz unprominenter Vertreter des “Widerstands” neben anderen seine Anhänger dazu auf, sich an der Wahl zu beteiligen.

“Anti-American cleric Muqtada al-Sadr, in a surprise news conference on the eve of the Iraqi election, has urged his followers to turn out and vote.”

Jürgen Todenhöfer spricht damit wohl in der Tat nur noch etwa für Al-Kaida und ähnliche Banden.

Juden raus: Apartheid in Dubai

In Dubai müssen nach der Ausschaltung eines Hamas-Terroristen und -Nachschuborganisators nicht etwa weitere Hamas-Mitglieder mit Schwierigkeiten bei der Einreise rechnen, sondern Juden. Während eine Reise nach Dubai mit einem israelischen Paß ohnehin eine Unmöglichkeit ist, über die schon bisher niemand sich aufregte, der Israel mutig “Apartheid” bescheinigt, soll nun mit Profiling versucht werden, Juden, die neben der israelischen eine andere Staatsbürgerschaft besitzen und daher auch einen anderen Paß nutzen können, zu erkennen, um ihnen die Einreise zu verweigern.

Weder Europäische Union noch Vereinte Nationen sehen sich genötigt, Dubai vor der Verhängung einer “Kollektivstrafe” zu warnen.

Das Schweigen der Schreibtischhelden

Rund drei Wochen nach seiner Festnahme in einem “Gerichtssaal” in Gaza und gut eine Woche nach der Verlängerung seiner Haft um zwei Wochen zeigen die deutschen Kollegen Paul Martins nicht das geringste Interesse an dessen Schicksal. Ähnlich wie bei der Süddeutschen Zeitung, der sonst doch kein in der Gegend umfallender Sack Reis entgeht, geben die Suchmaschinen beredt Auskunft über die große Solidarität der deutschen Journaille mit dem britischen Journalisten Paul Martin:

“Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage – paul martin gaza – übereinstimmenden Dokumente gefunden.” [Hervorhebungen passenderweise im Original]

Eine immerhin gibt es, die über Paul Martin berichtet. Daß es ausgerechnet die nicht unbedingt satisfaktionsfähige Inge Günther ist, zeigt dabei freilich umso deutlicher, was von all dem Nahost-”Expertentum” von A wie Thomas Avenarius bis ZV wie Clemens Verenkotte zu halten ist. Als inoffizielle (?) Hamas-Lautsprecher schweigen sie zur ersten Festnahme eines ausländischen Journalisten durch die islamische Terroristenbande seit drei Jahren, was immerhin kein Nichtereignis ist.

Wie hätten sie sich wohl ins Zeug gelegt, wäre Paul Martin in Israel ohne konkrete Gründe festgenommen worden?

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