Ganz stolz gab sich Jürgen Cain Külbel vor ein paar Tagen in einem Kommentar: “Ich zähle viele und mir persönlich bekannte Mitglieder der Hisbollah tatsächlich zu meinen Freunden.” Ob er sich mit dieser Sympathiebekundung für eine klerikalfaschistische Mörderbande beliebt machen wollte oder nur prahlen, weiß ich nicht. Einer jedenfalls, der von sich behauptet, “journalistische Tagesberichterstattung” zu machen, wäre mit einem solchen Freundeskreis in seriösen Medien mindestens als befangen geächtet.
Deshalb klagt Jürgen Cain Külbel auch: “Dabei kennen Sie meine vielen Texte in den arabischen Printmedien gar nicht.” Dort läßt man ihn noch schreiben; hierzulande schafft er es vielleicht noch in die national-bolschewistische Postille Junge Welt oder wird vom Muslim-Markt befragt, womit beide und er ganz hervorragend das verkörpern, was schon Oskar Lafontaine als “Schnittmengen zwischen linker Politik und islamischer Religion” zu feiern wußte.
Zu ihnen gehört zweifellos der feste Glaube an Verschwörungen, den auch Vernunft nicht kurieren kann. Jürgen Cain Külbel, der Freund der Hisbollah (“Il es un sympathisant avec l’organisation terroriste Hezbollah.”), ist daher überzeugt davon, daß sich ein paar “Provinzblogger”, zu denen dann doch etwas von dem durchdrang, was er von sich gibt, gegen ihn verschworen hätten. Der Anführer der Verschwörung ist, wenig überraschend für einen Antisemiten, ein Jude: Henryk M. Broder.
Den nennt Jürgen Cain Külbel “obersten Bloggwart” und dessen Helferlein “Denunzianten-Crew”, zu welcher offenbar auch Liza zählt, wo freilich zuerst über Jürgen Cain Külbel berichtet wurde, der selbst die Anhänger des Propheten vom Muslim-Markt mit der These schockierte, Osama bin Laden sei schon vor dem 11. September 2001 zu den 72 Jungfrauen entschwunden. “Wir wussten noch nicht einmal sicher, dass USAma bin Laden jemals gelebt hat und Sie wollen wissen, dass er verstorben ist.”
In dem Plot, den der Hisbollah-Freund sich zusammenspinnt, folgten allerlei “Provinzblogger” wahrscheinlich alsbald einem geheimen Aufruf des obersten Bloggwarts und kommentierten befehlsgemäß, was nun geschah: Jürgen Cain Külbel verschickte E-Mails an Liza und den obersten Bloggwart. Die jüdische MedienlobbyBlogger-Verschwörung trat in Aktion. Ihr Opfer: Jürgen Cain Külbel.
Der schrieb an jene, die er wohl für die “Haupttäter” hält:
“Ich gebe Ihnen allen bis 12 Uhr Zeit, das zu bereinigen, mein Bild und meine Privatpost aus dem Netz zu nehmen. Sollte das eintreten, werde ich keine weiteren Schritte unternehmen. Geschieht das nicht, werde ich Punkt 12.01 Uhr eine Unterschrift leisten, und die Post geht ab: an die Staatsanwaltschaft, an Aust etc.
Danke Liza, die Sie das gesamte Material genau für diesen Zweck längst dokumentiert (Linkliste) haben. [..] Gewarnt habe ich Sie im Verlaufe der Tage mehr als einmal. Dies ist die letzte Möglichkeit.
Informieren Sie mich per Email über Ihre Entscheidung, da ich keine Zeit habe, die Webseiten zu besuchen. Geht bis 12 Uhr keine Email von Herrn Broder oder von Anonymus Liza bei mir ein, werde ich wie avisiert vermeintliche Haupttäter und Mittäter, aus denen sich die vermeintliche Tätergruppe rekrutierte, anzeigen.”
Und so gehöre ich nun wohl zum organisierten Verbrechen, freilich auf einer Ebene, der eigene Entscheidungen von Jürgen Cain Külbel noch nicht zugebilligt werden, denn er hielt es nicht für nötig, mich zu kontaktieren. Hoffentlich erzählen mir die “Haupttäter” heute beim abendlichen Briefing, wie ich mich nun verhalten soll …
tw_24:blog


Permalink
Hast Du eigentlich meinen Scheck von Broder in Deiner Post gehabt? Ich vermisse meinen nämlich. ;-)
Dem Karate Kid Jürgen Cain Külbel ist nicht mehr zu helfen. Da können wohl nur noch Therapeuten was richten. Vielleicht.
Ansonsten sehen wir uns ja bei dem Befehlsempfang beim Cheffe Broder. ;-)
Grüße aus Berlin
Sascha
Permalink
Und ich hatte mich schon über die besonders üppige Prämie zu Rosh HaShanah gefreut. Doch wenn ich es genau besehe, stimmt, der Scheck war gar nicht für mich ;-) …
Permalink
[...] Dieser Kommentar von Lizas Welt wurde ebenso gelesen wie das besprochene Interview oder gar jener offene Brief Jürgen Cain Külbels an Salomon Korn, den Botschafter Israels in Deutschland, mit dem er sich über das “mordbrennende Barbarentum der Israelis” – Marcel Bartels nennt es “Blutrausch” – beschwerte. Doch nicht nur gelesen wurden diese Texte von höchst unterschiedlicher Qualität, sie wurden auch zum Anlaß genommen, eigene Gedanken dazu zu formulieren. Und weil in einer Weltsicht, in der es von Geheimbünden, Seilschaften und Verschwörungen nur so wimmelt, ein Blogger nicht einfach nur ein unabhängiger Blogger sein kann, erfand Jürgen Cain Külbel eine “Vernetzung”, eine “Denunzianten-Crew” von “Provinzbloggern”, die sich unter Anleitung durch Lizas Welt und Henryk M. Broder gegen ihn verschworen hätten. [...]
Permalink
Hallo
Das ganze hört sich gruselig an. Stimmt das alles so ? Ist ja schlimm