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Appeasement II

Die Beleidigungen des Islam und auch seiner nichtmuslimischen Anhänger nehmen kein Ende. Jack Straw, britischer Parlamentsminister, “bittet [!] muslimische Frauen, in seiner Sprechstunde in seinem Wahlkreis den Gesichtsschleier abzunehmen [..], damit ein natürlicheres Gespräch – face to face – möglich sei.” Dies hätten, schreibt er, auch alle akzeptiert.

Der frühere Außenminister Großbritanniens erklärte weiter, er würde es begrüßen, “wenn sich muslimische Frauen überhaupt nicht verschleierten”, der Schleier sei “ein Zeichen für Abgrenzung und damit eine ‘Barriere’ gegen das Zusammenleben unter den ethnischen und religiösen Gemeinschaften im Land, die sich immer mehr zu ‘parallelen Gemeinschaften’ zu entwickeln drohten.”

Ein Verbot des Schleiers in öffentlichen Einrichtungen fordert Jack Straw freilich nicht, dennoch hagelte es auch Proteste. “Die Rede war von Beleidigung, Missachtung religiöser Freiheit, einseitiger Diskriminierung”, immerhin indes ebenfalls von “Verständnis für ein Problem, über das die arabischen und asiatischen Imame unter sich vollkommen uneinig seien”.

Zu den Protestierenden zählen pikanterweise “aufgeklärtere islamische Frauen”, die zwar berechtigt meinen, der Schleier sei “nicht das wichtigste Problem der Unterdrückung der Frau im Islam”, “da weniger als fünf Prozent der muslimischen Britinnen überhaupt ein Kopftuch oder einen Schleier trügen”, aber trotzdem offenbar kein Interesse haben, wenigstens dieses Problem zu lösen.

Wenig verständnisvoll zeigte sich ebenfalls die britische Regierung. “Das Amt des Premierministers hat Straw nur lauwarm gedeckt – seine ‘persönliche Meinung’ sei durchaus legitim. Einige Ministerkollegen haben ihn am Wochenende offen desavouiert. [..] Er habe sich vor allem im Rennen um den nächsten Vizepremierminister-Posten profilieren wollen”, werfen sie ihm vor.

Wie man richtig gegen ‘Barrieren’ vor-, politisch korrekt auf den Islam zugeht, zeigte unterdessen die staatlich subventionierte Whitechapel-Galerie im Osten der britischen Hauptstadt. Sie hat “einige zu erotische Zeichnungen von Hans Bellmer aus ihrer Ausstellung entfernt, um lokale, das heisst muslimische Besucher nicht zu ‘schockieren’”. Die NZZ nennt es beim Namen: “Selbstzensur”

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