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“Gaza-Fieber”

Da können bekennende Nazis nur neidisch werden: Antisemiten, die sich als “Menschenrechtsaktivisten” sehen und meist auch noch “Antifaschisten” sein wollen, haben ein Klima geschaffen, in dem Musiker es kaum mehr wagen, in der einzigen funktionierenden Demokratie des Nahen Ostens aufzutreten.

Es gibt “Kulturschaffende”, die reagieren darauf, indem sie sich mit der Hamas solidarisieren und deren Sympathisanten; andere gehen nicht ganz so weit, sondern sagen lange geplante Auftritte nur ab und beugen so sich dem organisierten antisemitischen Mob. Und wer in Israel auftritt, der tut dies nicht mehr ohne ein erklärendes Statement.

“Having long maintained the position that culture and the arts should be free of political and religious censorship and a distance kept between them, I took a decision in February of 2009 that any future concerts in Israel by me or Jethro Tull would result in charitable donations to bodies representing the development of peaceful co-existence between Muslims, Jews and Christians, and the fostering of better Palestinian/Israeli relations.”

Und so erfreulich denn die Konzerte dieser Aufrechten in Israel auch sein mögen, ihre Erklärungen sind doch immer wieder ein Beleg dafür, daß Antisemitismus alles andere ist als ein Phänomen, das einzig politische und/oder sonstige Extremisten kennzeichnet. Antisemitismus ist Mainstream.

Das ist, gerade weil dieser Antisemitismus wahrlich doch eine Beleidigung für alle Vernunftbegabten ist, bedauerlich. Auf Ian Andersons zitierte Worte dachten “Menschenrechtsaktivisten” sich diese vor allem die Verfasser selbst entlarvende Erklärung aus:

“Jethro Tull’s statement makes them worse than Elton John. They went further and actively appease war criminals and endorse war crimes. [..] The next Israeli attack on Gaza is in the name of Jethro Tull.”

Ein Musiker will seine Einnahmen ausdrücklich und nachprüfbar Organisationen und Einrichtungen zur Verfügung stellen, die sich die Förderung einer friedlichen Gesellschaft zur Aufgabe gemacht haben. “Menschenrechtsaktivisten”, für die Frieden offenkundig ein Fremdwort ist und daher gewiß auch nicht gewollt, sehen darin tatsächlich eine Kriegserklärung.

Und niemand lacht dieses Pack aus oder ignoriert es. Es finden statt dessen sich immer weitere Unterstützer. Greta Berlin, eine unrettbare “Menschenrechts”-Jihadistin, diagnostizierte in einem Rundbrief am 29. Mai an ihre Anhänger, sie sei von einem “Gaza-Fieber” befallen: “[W]e all have Gaza fever”.

Die Entwicklung einer Therapie gegen dieses “Fieber” ist überfällig, denn es und von ihm Befallene sind gefährlich.

(H/t: Harry’s Place)

Catherine oder Ashton: Dokument A 167/10

Catherine Ashton, der “Außenministerin” der Europäischen Union, sind, scheint’s, gewisse Äußerungen, die sie als ihre verbreiten ließ, peinlich. Deshalb sollen sie nun gar nicht mehr von ihr selbst kommen, sondern von einem (ungenannten) Sprecher der EU-”Außenministerin” stammen.

“In the world of diplomacy, this tiny difference is not without significance.

As one diplomatic official explained, there are three types of statements that come out of Ashton’s office.

The first and strongest statement is issued by the High Representative in the name of the EU, and is a statement she makes after consultation with the EU’s foreign ministers.

The level under that is a statement issued in her name, which is a category of statements that she can make on her own. And the lowest level is a statement issued by the ‘Spokesperson of the High Representative.’”

Wir sehen keinen Grund Lady Ashton nicht Sympathisantin antisemitischen Terrors zu nennen.

Mit Abitur gegen Israel?

Mit Abitur gegen Israel?

Gastbeitrag von Clemens Heni

Wer in Jerusalem Taxi fährt wird von arabischen Fahrern fast immer auf Hitler, Mercedes, BMW oder Siemens angesprochen, mit Stolz und Anerkennung. Deutschland genießt einen hervorragenden Ruf im Nahen Osten. Im Libanon schmückten einige während der WM ihre Straßen mit schwarzrotgoldenen Fahnen, verziert mit Hakenkreuzfahnen etc. Das zum einen.

Zum anderen: Wie ‚gebildet‘ ist dieses Deutschland bzw. seine Bevölkerung?

Nehmen wir einmal Kerstin Müller von der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Sie wurde 1963 geboren, Köln ist ihre „Heimatstadt“, sie ist von „ganzem Herzen Kölnerin“, vor „allem wegen des Karnevals!“ Den antisemitischen, den Holocaust einfach derealisierenden, hemdsärmeligen Foxtrott „Trizonesien“ der Kölner Ikone Karl Berbuer aus dem Jahr 1949 kennt sie vielleicht nicht, aber auch dieses Lied ist Deutschland. Eine Art Gründungsmythos der Bundesrepublik ist dieses Lied.

Kerstin Müller ist nicht ‚bildungsfern‘, sie hat laut Wikipedia Abitur und auch ein Studium der Rechtswissenschaften mit beiden Staatsexamen abgeschlossen.

Nach einem kurzen Gastspiel bei den Trotzkisten kam sie Mitte der 1980er Jahre zu den Grünen (ein Zeichen von Bildung?), seit 1994 sitzt sie im Bundestag.

Als am 31. Mai 2010 frühmorgens, nachdem die IDF mehrfach gewarnt und zur Umkehr aufgefordert hatte, schließlich aber die Schiffe der Gaza-Flotille enterte, Jihadisten, Terroristen, deutsche Linke, rechtsextremistische Türken im Umfeld der Grauen Wölfe sowie weitere Antisemiten/Antizionisten und Israelhasser jüdische Soldaten der IDF mit Messern bedrohten, sie verletzten, demütigten und in Todesgefahr brachten, war die Reaktion der Deutschen fast einhellig: böse Juden, braves Schifflein Mavi Marmara, arme „Friedensaktivisten“.

In Deutschland schrieben umgehend zumeist Deutsch-Türken die wohl zahlreichsten und brutalsten antisemitischen Statements und Hetzeinträge, die es in dieser Form zumindest in den letzten Jahren in der Bundesrepublik gab, online in Facebook. Vermutlich waren es sogar die offensivsten antisemitischen, den Holocaust lobenden Hetzereien, welche dieses Land je erleben musste seit 1945. Die Autoren auf Facebook agierten oft mit echtem Bild, richtigem Namen, ganz selbstverständlich posteten sie unter ihrem Namen Judenhass, wie er unfassbarer nicht sein kann. Nicht-muslimische Nazis, die sich so etwas kaum trauen, waren neidisch.

Kein Aufschrei in Deutschland. „Hitler mach dir kein Kopf, wir übernehmen den Rest der Juden“ stand da von Deutsch-Türken geschrieben, und vieles weitere Ekelerregende mehr.

Sodann bereitete Kerstin Müller mit ihrem Kollegen und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dr. Frithjof Schmidt die Gaza-Resolution des Deutschen Bundestages vor. Diese Resolution vom 1. Juli 2010 stellt sich gegen Israel und wurde einstimmig angenommen. Sie fordert die Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens, der von der islamistischen Hamas besetzt gehalten wird. Die Hamas möchte Israel zerstören, wie es der Gründer der Muslimbrüder, Hassan al-Banna Ende der 1940er Jahre forderte – seine Aufforderung ist der Charta der Hamas vorangestellt.

Die gebildeten deutschen Politiker haben also eine Resolution verabschiedet, die eine antifaschistische Militäraktion von Juden angreift und verurteilt.

Ist es das was Sarrazin an Deutschland mag? Wird klar worum es eigentlich gehen sollte? Wer Antisemitismus, Israelhass und auch Antiamerikanismus sowie eine Philosophie des Kulturrelativismus, die sich vom Subjekt so lachend-selbstmörderisch verabschiedet, nicht analysiert und als derzeitigen dernier cri der ‚gebildeten‘ Welt begreift, kapiert gar nicht, in welcher Welt wir leben, gerade seit dem 11. September.

Um nicht mißverstanden zu werden: ich möchte auch niemals aufgrund des Gebrülle eines Muezzin in Europa aufwachen. Schlimm genug, dass es das in islamischen Ländern gibt. Religion ist ein Grundübel weltweit und für Erwachsene eigentlich zu lächerlich um wahr zu sein. Auch Kirchenglocken sind schrecklich, das Verbindende von Islam und Christentum ist dieses nach-außen-dringen-und-imperialistisch-missionarisch-tätig-sein. Das Proselytentum ist eine Gefahr für die politische Kultur allerorten, in Nigeria wie in Köln-Mühlheim, wenngleich mit ganz anderen alltäglichen Auswirkungen.

Doch philosophisch ist das lärmende Werben um Schäflein von diesen beiden größten monotheistischen Religionen gleichermaßen Nerv tötend, frech und hoffentlich bald Geschichte.

Sicher gibt es riesige Unterschiede von Christentum und Islam heute. Letzterer stellt die derzeit größte Gefahr für den Weltfrieden dar, wie sich spätestens am 11. September und seither gezeigt hat. Das Ende der Sowjetunion war weltpolitisch und sicherheitspolitisch betrachtet eine Katastrophe. Die binäre Weltordnung von zwei großen Blöcken war harmlos verglichen mit den asymmetrischen Kriegen seither. Die Sowjetunion und ihre Satelliten handelten primär machtpolitisch und rational. Al Qaida, die Taliban, der Iran, der politische Islam und vor allem die Jihadisten handeln irrational. Sie lieben den Tod und schauen verächtlich auf den Westen, der das Leben liebt.

Wenn Sarrazin davor warnen möchte, ist das wichtig und richtig. Doch es geht ihm um mehr oder was anderes, primär, wie es scheint. Wenn er wehleidig und populistisch die ‚Abschaffung Deutschlands‘ am Horizont sieht – WAS ist am heutigen Deutschland so prickelnd?

Was bringen Bildung, Abitur und Studium, Kolloquien, Pünktlichkeit, Strebsamkeit, Eloquenz und Schlagfertigkeit, FraktionsArbeit und Diskussion im heutigen Deutschland?

Der anti-israelische, einstimmig verabschiedete Bundestagsbeschluss vom 1. Juli 2010 unter Federführung von Kerstin Müller, die „Volksgemeinschaft gegen Israel“, wie es LizasWelt nennt, sollte nachdenklich stimmen.

Linke Täuschungen

Ein Anhänger von Die Linke meinte, uns per E-Mail darüber aufklären zu müssen, daß die Partei sich sehr um das Wohl der in der Islamischen Republik Lebenden sorge, daß die Partei sogar mit der Opposition gegen das Mullah-Regime sympathisiere und all dies doch in ihrer von uns zitierten Anfrage stehe:

“Inwiefern hat die Bundesregierung untersucht, ob Sanktionen gegen den Iran innenpolitisch zu einer größeren Unterstützung der iranischen Bevölkerung für die iranische Regierung und damit zu einer Schwächung der Oppositionsbewegung beitragen könnten und durch den höheren außenpolitischen Druck Oppositionelle im Iran einer größeren Gefährdung ausgesetzt sein werden?”

Haben wir es überlesen, böswillig ignoriert? Nein.

Mit wem wohl trafen jene Unternehmungen, um deren Geschäftsbeziehungen in den Iran die Partei Die Linke sich sorgt, bisher ihre offenbar profitablen Verabredungen? Das war, nehmen wir an, gewiß nicht die Oppositionsbewegung, sondern doch wohl eher jene, die diese brutal verfolgen.

Wer nun einerseits Sorge um die Streiter gegen das Mullah-Regime äußert und andererseits um die Umsätze derer fürchtet, die doch wie kaum andere Unternehmungen mit der Klerikal-Diktatur verbunden waren und nicht selten noch sind, ist unglaubwürdig. Beides jedenfalls geht nicht.

Und so sind für Die Linke Menschenrechte also offenkundig verkäuflich.

Catherine Ashton, die “Außenministerin” der Europäischen Union, ist entsetzt: Ein israelisches Militärgericht hat den “Palästinenser” Abdallah Abu Rahmah der Organisation von und Teilnahme an zu Haß aufstachelnden “Protesten” gegen den israelischen Sicherheitszaun für schuldig befunden.

Der Sicherheitszaun, von “Israelkritikern” auch “Apartheidmauer” genannt, ist eine Reaktion auf die Zweite Intifada, in deren Verlauf von der PA unterstützte “palästinensische” Terroristen über 1.000 Bürger Israels ermordeten und mehr als 7.000 Menschen verletzten.

Weil der (noch immer unvollendete) Sicherheitszaun, der teilweise auf Territorium errichtet wurde, das die terroristischen Aggressoren beanspruchen, sich als eine sehr erfolgreiche Maßnahme zum Schutz zivilen Lebens in Israel erwies, wird er von “Palästinensern” und ihren europäischen Finanziers als “illegal” diffamiert.

“Ashton said she was further deeply concerned that ‘at the possible imprisonment of Mr Abu Rahmah is intended to prevent him and other Palestinians from exercising their legitimate right to protest against the existence of the separation barriers in a non violent manner.’”

Auf die “Außenministerin” EUropas, die so besorgt sich zeigt, weil einer, der für das “palästinensische” Menschenrecht auf ungehinderten und ungestraften Judenmord streitet, eine Haftstrafe verbüßen müssen könnte, auf diese offene Sympathisantin antisemitischen Terrors also, kommt neue Arbeit zu.

Die PA des “Palästinenserpräsidenten” Abu Mazen, sie wird durch die EU und die USA finanziert, zeigt nämlich, leider, leider, ein etwas gestörtes Verhältnis zu demokratischer Willensbildung:

“A conference for Palestinians angered by the governmental decision to proceed with direct peace talks was shut down by PA forces in Ramallah on Wednesday, organizers said.

A spokesman with the Ramallah security forces, however, said the conference was not interfered with, explaining that officers ‘banned an illegal rally that was being carried out in Ramallah.’”

Sind Proteste gegen einen Zaun, der Terroristen erfolgreich davon abhält, als solche tätig zu werden, “legitim” und verteidigenswert, muß dies für den zumal friedlichen Protest in Ramallah gegen “Friedensgespräche” zwischen der Regierung Israels und der PA schließlich auch gelten.

Lady Ashton, übernehmen Sie!?

Linke Lobby

Die Islamische Republik Iran stellte jüngst neues diplomatisches Personal vor:

“[I]ranian president Mahmoud Ahmadinejad yesterday inaugurated the country’s first domestically built unmanned bomber aircraft, calling it an ‘ambassador of death’ to Iran’s enemies.”

Flankiert wird diese Meldung von der feierlichen Präsentation neuen Spielzeugs für verwöhnte “Märtyrer”:

“Iran’s military has opened production lines for two new types of assault boats, state television reported Monday.”

Nur eine Woche zurück liegt ein weiterer Meilenstein islamischer Friedenspolitik:

“‘Iranian ‘Qiam-1′ missile, which is exceptional one of its kind with special and high strength, has been successfully test-fired, thus being put in the list of Iranian missiles,’ said Vahidi in an address as a pre-sermon lecturer to this week’s Friday prayers congregation.

He boasted that today, Iranian defense industries are highly capable, serving as symbol of the failure of enemy’s strategies.”

Und darum sorgt derweil die SEDdeutsche Partei Die Linke sich:

“Hat die Bundesregierung genaue Analysen der wirtschaftlichen Auswirkungen der EU-Sanktionen gegen den Iran auf deutsche Unternehmen angestellt, und wenn ja, welche Unternehmenszweige sind durch die Sanktionen und Exportrestriktionen betroffen und in welcher Höhe bewegen sich die zu erwartenden finanziellen Verluste (bitte genaue Auflistung)?”

Die Free Gaza-Jihadisten der Mavi Marmara, unter ihnen Holocaust-Leugner, Möchtegernmärtyrer und (Ex-)Abgeordnete der Partei Die Linke, waren ja bisher schon unappetitlich genug.

Jetzt werden sie noch unappetitlicher: Wie Hurrieyt berichtet, war unter den verhinderten “Befreiern” Gazas mit Erdinc Tekir ein “Menschenrechtsaktivist”, der 1996 114 russische Geiseln, zivile Passagiere eines Schiffs, in die Luft jagen wollte.

“The Turkish newspaper Hurrieyt reported over the weekend that Erdinc Tekir, who was hurt during the IDF raid on the boat, was among the ninemember team that hijacked the Black Sea ferry to bring the 1996 war in Chechneya to the world’s attention. Tekir spent some three and a half years in prison for the incident.”

Darüber, ob seine Geiseln einverstanden waren mit dem ihnen zugedachten Schicksal, hatte der “Menschenrechts-” und “Friedensaktivist” Erdinc Tekir wohl nicht nachgedacht.

Arabische Gastfreundschaft

Dürften sie, wie sie vielleicht wollen, könnten die “Palästinenser” im Libanon ihre Probleme selbst dadurch lösen, daß sie aufhören, “Palästinenser” zu sein. Vor dem Verlust dieser “Identität”, die doch immer eine fremdbestimmte war und auch bleiben wird, müssen sie, scheint’s, bewahrt werden:

“The leader of Lebanon’s Change and Reform block voiced his movement’s concern Sunday that the conferring of work rights to Palestinian refugees by parliament last week will lead to their naturalization. [..]

Several political figures have voiced similar fears over naturalization following Tuesday’s parliamentary decision to grant Palestinian refugees in Lebanon the right to free-of-charge work permits and severance payments, the news site NOW Lebanon reported.”

Arabische Solidarität ist doch eine unheimlich feine Sache. So wie Rassismus.

Die Deutsche Welle, der offizielle deutsche Staatssender, erklärt, was seit dem Ende der vergangenen Woche für eine gewisse Euphorie unter europäischen und amerikanischen Außenpolitikern und solchen, die sich dafür halten, sorgt: “Palästinenser nehmen Einladung zu direkten Gesprächen mit Israel an”.

Zuvor hatten Catherine Ashton, die “Außenministerin” der Europäischen Union, und ihre Kollegin Hillary Clinton, Außenbeauftragte Barack Hussein Obamas, darum gewetteifert, wer zuerst die frohe Botschaft verkünden darf. “US-Außenministerin Hillary Clinton hat den Neustart der direkten Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern angekündigt”, wußte Die Welt, “EU-Außenministerin Catherine Ashton hatte in der vergangenen Woche an ihre Kollegen der EU-Länder geschrieben, es sei bald eine Erklärung zu direkten Friedensgesprächen zu erwarten”, meldete Al Reuters.

Um den Ruhm, den positive Schlagzeilen wenigstens kurzfristig verheißen, konkurrierten bald auch der Deutschen Außenminister Guido Westerwelle und seine Vorgesetzte, Kanzlerin Angela Merkel. Nahm der eine in Washington ausgesprochene bloße Einladung an Israel und “die Palästinenser” zum Anlaß, ein “wichtiges Signal für den Friedensprozess, das neue Hoffnung auf rasche Fortschritte hin zu einer Zwei-Staaten-Lösung gebe”, zu feiern, wußte sie schon, worauf es ankommen würde: “Merkel rief Israel und die Palästinenser [sic!] zudem dazu auf, die Gespräche in aller Ernsthaftigkeit zu führen und innerhalb des gesetzten Rahmens von einem Jahr zu beenden.”

Der “Friedensprozeß” wird nicht mehr ob der Anmaßung, die solche Worte darstellen, vor Beginn der geplanten Fortsetzung scheitern können. Sie ist es nämlich schon längst. Anzunehmen, Anfang September könnten in den Vereinigten Staaten mit der Regierung Israels einer- und Unterhändlern der PA andererseits zwei irgendwie gleichberechtigte Partner Gespräche beginnen, ist eine Illusion. Während mit der israelischen Regierung eine demokratisch legitimierte Vertretung der einen Seite existiert, ist “Palästinenserpräsident” Abu Mazen alles andere als von “den Palästinensern” legitimiert, gibt es eine “palästinensische” Seite schlicht nicht, die zu Gepsrächen bereit ist.

Die Hamas, die eine “gewählte Regierung” in Gaza stellt, macht unmißverständlich klar, was sie vom umjubelten “Friedensprozeß” hält: “We in the Hamas movement reject the call of the Quartet and the US administration to resume the Palestinian-Israeli negotiations and believe that this invitation and its consequences does not commit the Palestinian people.” Nicht anders als die islamische Terroristenbande sehen es deren “linke” Verbündete von der Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP), die sich auch und gerade in Deutschland einiger Beliebtheit erfreut. “Kamerad” Abu Ahmad Fuad wirft Abu Mazen einen Anschlag auf “palästinensische Interessen” vor:

“Comrade Abu Ahmad Fuad, member of the Political Bureau of the PFLP, also said on August 21, 2010 that the PA’s entering into direct negotiations with Israel is a stab in the back of the institutions of the Palestine Liberation Organization, the resolutions of the Central Council and the will of the Palestinian people.”

Wie die “palästinensische” Maan News Agency meldet, lehnt auch die Palestinian Peoples’ Party Gespräche mit Israel strikt ab:

“[T]he PPP’s politburo said agreeing to negotiations with Israel would lead to ‘further fiasco,’ writing that the alternative to talks is ‘to face the pressures and never yield to them if we want to guarantee a real peace process based on UN resolutions under UN supervision, based on a refusal to negotiate while settlement construction continues.’”

Mögen die “linken” Banden allenfalls marginale Bedeutung haben, so ist deren Position doch offenbar mehrheitsfähig.

“The 11 factions, including the PFLP, Hamas, Islamic Jihad, the Democratic Front for the Liberation of Palestine, the General Command and others, met on Sunday in order to discuss the issue of a potential Palestinian Authority return to negotiations and to make it clear that resuming such negotiations under U.S. authority, whether direct or indirect, places the fundamental rights of the Palestinian people as subject to the dictates of the U.S. and Zionism.”

Nur folgerichtig hat die Hamas inzwischen für das Wochenende verabredete Gespräche über die Bildung einer “Einheitsregierung” mit der PA abgesagt. Quer durch alle “politischen Lager” der “Plästinenser” würden “Friedensgespräche” abgelehnt. Einzig das nicht durch Wahlen legitimierte Executive Committee der PLO, das Anhänger Abu Mazens bildeten, würde die “Kapitulation” der PA unterstützen. Die Behauptung, “Palästinenser nehmen Einladung zu direkten Gesprächen mit Israel an”, offenbart also einige Realitätsferne; unter solchen Bedingungen Ergebnisse zu erwarten, ist abenteuerlich.

Abu Mazens PA, die fürchten muß, sich in ernsthaften Gesprächen als machtlos zu blamieren, sucht derweil schon wieder den Anschluß an den “palästinensischen” Mainstream. “An Israeli decision to continue settlement construction would mean Israel decided to stop negotiations because talks cannot continue if settlements continue.” schrieb Abu Mazen in einem Brief an das Nahost-Quartett. Daß das seit Jahresanfang gültige israelische Ausbaumoratorium für jüdische “Siedlungen” in Judäa und Samaria seine Bereitschaft zu “Friesensgesprächen” gefördert hätte, kann der “Palästinenserpräsident” freilich nicht behaupten.

Und so machen seine Worte nur deutlich, daß er eben kein Interesse daran hat, einen Frieden mit Israel zu erzielen und einen friedlichen “palästinensischen” Staat an dessen Seite zu etablieren. Daß er dieses Ziel vor allem gegenüber den “Palästinensern” gar nicht durchsetzen könnte, machen all die anderen Banden deutlich, die “linke” PFLP ebenso wie die islamische Hamas; daß Abu Mazens Anhänger in den Regierungen EUropas und den Vereinigten Staaten gerade davor die Augen verschließen, zeigt wiederum deren Unwillen zu einer Lösung. Israel eine “palästinensische Seite” zuzumuten, die Abu Mazen repräsentiert, ist eine Frechheit.

Was macht eigentlich … George Galloway?

Weshalb suchen selbsternannte “Menschenrechtsaktivisten” eigentlich immer und immer wieder die Nähe zu Gestalten, die zivilisierte Menschen nicht einmal nicht kennen wollen? Das Hamas-Ehrenmitglied George Galloway hat als Angestellter des staatlichen iranischen PressTV jetzt ein “Interview” mit seinem Chef Mahmoud Ahmadinejad geführt:

Der “Menschenrechtsaktivist” hätte die Gelegenheit nutzen können, dem Repräsentanten eines Regimes, das sich nur noch durch brutale Gewalt an der Macht hält und das internationalen Terrorismus unterstützt, einige tatsächlich naheliegende Fragen stellen können. Die herrenlose Marionette Saddam Husseins freilich gab lieber den Stichwortgeber ihres wohl neuen Herrchens.

Ein sehenswertes Stück moralischer Skrupellosigkeit.

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